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Swimmingpool-Party

Mundart-Komödie



Thomas Weyrauch: Die Swimmingpool-Party

Hessische Mundart-Komödie mit Graphiken von Henry Felber Bensheim (Selbstverlag) 1994, 42 Seiten


Bericht des Bergsträßer Anzeigers vom 21.01.1994:

Was hat ein Swimmingpool mit Bauamtsskandal zu tun?

Dr. Thomas Weyrauch veröffentlicht eine Komödie

Bensheim. Die Mundartkomödie "Die Swimmingpool-Party", ein Stück von Dr. Thomas Weyrauch mit Karitaturen von Henry Felber, erscheint zur Eröffnung der ersten Hauptverhandlung in Sachen Bauamtsskandale in der Region. Folgt man dem Vorwort von Dr. Thomas Weyrauch, dann ist das Theaterstück sechs Jahre alt. Es erscheint jetzt pünktlich zur Eröffnung der gerichtlichen Hauptverhandlung im südhessischen Korruptionskomplex. (...)
Das Thema: Ein neureiches Ehepaar weiht mit einer Party den neuen Swimmingpool ein, für den es noch keine Baugenehmigung gibt. Unter den Gästen befinden sich ein Mitarbeiter des örtlichen Bauamtes und ein Kommunalpolitiker. Mit beiden wird getrunken und gekungelt; Geld wandert in die Aktentasche des Beamten.

Je stärker die Gäste den alkoholischen Getränken zugesprochen haben, desto grotesker werden die Verwicklungen, die die Lachmuskeln der Zuschauer beanspruchen.

Leseprobe:

Emmy Spitz, die Nachbarin:
(schaut über die Mauer) Mer sieht, mer sieht goar nix. Do wern mer die Ohrn in de Wind drehe.

Karl Reiß, Inhaber des Modegeschäfts:
(betritt mit gesenktem Kopf den Garten): Die Bilanze hawwe´s in sisch. Monschmol waaß mer net, wie mer des Geld vorm Finanzoamt beiseid schaffe duud. Hier e Oaschaffung, dort e Ausgab ... Ach, isch muss de Emil Kibitz oarufe, dass der heit Oowend kummt. Dem muss ich moin Swimmingpool zeische, doann kroeh isch die die Baugenehmischung noachträglisch. Außerdem noch de Walder. He, der häld die Noas aach immer häjer, seit er Fraktionsvorsitzender is. Schaffe duud er nix, awwer schpeelt de beriemte Herr Schlöck. Isch ruf se oa, doann hibbe se heit Oowend in die Pitsch. (ab)

Margarethe Reiß (kommt im Bikini und fängt schrill zu singen an):
Hahahatralalala.

Spitz:
(hinter der Mauer) Do isse die aal Dohl. (schaut) Aha, des uumoralisch Frauezimmer. Im knabbe Zwaadaaler unn mit Schdeckelschuh. Bei dere ihr gaschdische Fischuur. Jawoll, immer die Doam schpeele, weil der Reiß Geld hodd. Unn die Margreth vergisst, dass ehrn Vadder Lumbesoammler zwische Berschdadd unn Fehle woar. Des oigebild Dier.

Margarethe Reiß:
(geht zum Papageienkäfig) Nun Lorchen, willst du Wasser?

Lorchen: Du misch aach, aal Lienern. Kraaah, kraah.

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